Wasserturm

Zum Geburtstag habe ich den ersehnten Wasserturm erhalten. Zum "Einsatz" kommt er in der Ecke, in der ich das kleine Bahnbetriebswerk plane. Irgendwoher müssen die Wasserkräne für die Versorgung der Dampfloks ihr Wasser herbekommen. Nach dem ich diesen zusammen gebaut habe, stand er dann aber doch sehr einsam auf der Platte, also wurde dieses Eck das nächste Bauprojekt.

Aus zwei dünnen Styproporplatten, die große unten, die kleinere oben drauf, habe ich den groben Hügel geformt. So bekommt dieser Volumen und ist dennoch leicht. Mit Gips bekam der Hügel dann seine Form. Nachdem Leim und Gips ausgetrocknet waren, wurde der Hügel mit einer Grasmatte überzogen und erhielt aus Leim und Sand, einen Weg und den Untergrund für das Wartungshäuschen und den Turm. Ausgeschmückt mit ein paar Bäumen und Büschen war das Diorama fast fertig.

Mit einem Zaun wurde der Zutritt zum Wasserturm dann eingeschränkt. Der Zaun besteht aus Pfosten, welche wir aus gekürzten und bemalten Streichhölzern hergestellt haben. Der Zaun selbst besteht aus einem Stück Fliegengitter welches man normal für Fenster nutzt, das wir entsprechend gräulich eingefärbt haben.

Nun ist der Hügel fertig und das nächste Projekt steht an. Hier wird es dann wohl direkt mit dem kleinen Betriebswerk weiter gehen.

Kirche & Friedhof

Nach dem die Modellbahn vom Keller auf den Dachboden umgezogen ist, galt es zu überlegen, wie man angenehm an einem Tisch arbeiten kann, ohne auf dem Dachboden einen hinstellen zu müssen. Also haben wir heute begonnen, "Dioramen" zu bauen. Mehrere Dioramen ergeben ein Segment, mehrere Segmente ergeben die gesamte Anlage. Dieses Vorgehen bietet noch einen weiteren Vorteil, denn die Anlage bleibt quasi Modular und kann irgendwann umziehen.

Der erste Schritt war also nun der Bau des Grundgerüsts. Die Kirche sollte auf einem Hügel stehen und Platz für einen Friedhof haben. Um jedoch Material und Kosten zu sparen, haben wir eine Mandarinenkiste zerlegt, zersägt und neu zusammen geleimt. In der Mitte haben wir einen Hohlraum gelassen, um dort die Stromverkabelung anzubringen. Da wir das Moderne mit dem Alten verbinden möchten, haben wir eine alte Blumenwiesenmatte genutzt und das Gerüst damit bezogen. An der Stelle an der dir Kirche stehen wird, haben wir eine LED platziert, welche auf der Unterseite angeschlossen ist.

 

Die Ränder des Dioramas haben wir mit Gebüsch verkleidet, damit man später den Übergang zu dem umliegenden Gelände besser kaschieren kann. Den Vorplatz der Kirche haben wir mit Sand angelegt. Den Sand haben wir bis an die Grundplatte der Kirche geführt, neben der Kirche stehen zwei Tannen.

 

Um den Höhenunterschied zu überwinden, haben wir eine Treppe benötigt. Diese ist in FreeCAD gestaltet und im 3D Drucker gedruckt. Leider waren die Stufen viel zu hoch, daher haben wir mit dem Dremel die Stufen halbiert und dann angemalt. Nun stimmt der Maßstab.

 

Zuletzt kam noch der Friedhof. Hier haben wir den Weg mit ran und um die Bänke herum geführt.

Rampe

Der Gleisplan den sich die Kinder und ich ausgedacht haben, beinhaltet eine Bergstrecke mit Viadukt und Schleife. Um dort jedoch hinzukommen, benötigen wir eine Auffahrt in Form einer langgezogenen Rampe. Hier haben wir zum Teil auf eine alte Rampe von Faller zurück gegriffen, die nun bereits in der zweiten bzw. dritten Generation eingesetzt wird. Einen Teil der Rampe mussten wir jedoch manuell bauen und haben auch hier auf Holzreste zurück gegriffen. Innen an dieses Gerüst haben wir auch die LEDs geklebt, welche das passive Licht für die Unterführung abgeben sollen. Dazu später mehr.

 

 Die Unterführung haben wir aus schwarzem Karton gebaut, den wir an den Ränder des Gerüsts befestigt haben. Dort wo an der Decke die Lichter sitzen sollen, haben wir Quadrate ausgeschnitten und dort Butterbrotpapier eingeklebt. Auf diese Weise schaffen wir in der Unterführung ein passiveres, gedämpftes Licht. Die Portale des Tunnels sind von NOCh und wurden von uns auf beiden Seiten angesetzt. Anschließend haben wir den Tunnel und den Rest des Gerüsts mit Grasmatte überzogen.

 

 Am Ende der Rampe wechselt die Gleisführung auf eine Brücke. Hier brauchen wir also einen Abschluss. Wir haben dazu den Rest eines Maschendrahtzauns zusammen geschoben und mehrfach übereinander gelegt. So hatte der Gips ein Gerüst zum halten und wir konnten das Ende verspachteln. Nach dem der Gips trocken war, konnten wir mit einem kleinen Schraubendrehe die Fugen der Steine einritzen und das Mauerwerk mit Farbe anmahlen.

 

Als letzten Schritt haben wir noch das Geländer der Bahntrasse über der Unterführung gebaut. Hier haben wir aus Streichhölzern (lange Kaminanzündholzer), Leim und Farbe zwei Geländer geschaffen.

 

 Abschließend konnte der erste Zug die neue Passage passieren.
Die Brücke hat in der Zwischenzeit noch etwas Farbe erhalten.

Endlich da: Zusammenbau der Grundplatte

Da ist sie endlich, die ersehnte Bestellung. Endlich kann es los gehen! Zunächst haben wir unsere Platten auf einen Tisch gelegt und die Beine angeschraubt. Die beiden Platten die später außen sein werden, haben jeweils drei Beine. An der Außenkante jeweils eines und eines in der Mitte zur Innenkante. Der Grund ist, das wir befürchtet haben, die Platten könnten mir der Zeit durchhängen und so sollte die Last besser verteilt sein. Zudem haben wir mit den Dachlatten eine Unterkosntruktion gebaut, die zum einen die spätere Elektroverkabelung beim Transport schützt, zum anderen aber auch der Platte stabilität gibt. Zu guter letzt schrauben wir die Platten aber auch mit den Innenliegenden Dachlatten aneinander.
Das Mittelsegment hat nur zwei Tischbeine. Diese sitzen außen, da sie in der Mitte wohl nciht durchängen kann, das sie hier mit den Außensegmenten verschraubt werden und dort ein Tischbeine in der Mitte der Innenkante sitzt. Ob das alles so funktioniert, wird sich mit den Jahren zeigen.

Anschließend haben wir die Platten eingeleimt und die Korkbahnen ausgerollt. Immer wieder ein Stück weiter, damit der Leim nicht zu früh trocknet und die Korkbahnen auf der ganzen Fläche kleben. Dieser Duft aus frischem Holz, Kork und Leim steigert die Vorfreude noch mehr, da ist es sicher nicht verwundernt, das wir direkt nach dem trcoknen des Korks, die Schienen zu Probe schonmal hingelegt haben.

 

Wie alles Begann, Corona sei Dank!

Wie die meisten Menschen auch, habe auch ich viel Freizeit draußen verbracht. Beim Sport, mit den Kindern auf dem Spielplatz, im Restaurant, bei einer Radtour oder unterwegs mit dem Wohnmobil. Im Haus waren wir nur selten und wenn, dann meistens Abends. Seit dem Beginn der Coronapandemie in Deutschland und den damit verbundenen Kontaktbeschränkungen, haben wir mehr Zeit zuhause; eigentlich die optimale Gelegenheit, die Modelleisenbahn aus der Kindheit/Jugend wieder heraus zu holen. Bei unseren Kindern sehr beliebt, fuhr sie öfter mal auf dem Fußboden.

Leider musste ich feststellen, dass das C-Gleis von Märklin zwar als Trittfestes Fußbodengleis verkauft wird, jedoch wie die meisten Kunststoffe mit der Zeit altert. Da war es nicht verwunderlich, das nach und nach die ersten Schwellen und Kontakte abgebrochen sind. Eigentlich eine gute Ausgangslage, die Schienen vor dem dauernden auf- und abbauen zu bewahren und auf eine Platte zu schrauben. Wenn die dann aber mal da ist, dann finden doch sicher auch die Häuser einen Platz. Aber wohin damit? Auf den Dachboden oder den Partykeller? Variabel musste sie sein. Daher standen die Rahmenbedinungen unseres Projekts.

Wir bauen eine Modelleisenbahn und die Strecke soll

  • zwei Hauptkreise besitzen,
  • ein Nebengleis besitzen,
  • Abstellgleise besitzen,
  • über eine Brücke führen,
  • durch einen Tunnel führen,
  • und soll die Möglichkeit zum rangieren bieten.

Die Anlage soll

  • ein Dorf mit Marktplatz und Wohngebieten beinhalten,
  • die bisher vorhandenen H0 Gebäude beinhalten,
  • und die Häuser, Straßenlaternen und vieles mehr sollen beleuchtet sein

Trotz allem sollte die Anlage aber

  • portabel sein,
  • so zerlegbar sein, das sie wenig Platz wegnimmt,
  • robust genug sein um transportiert werden zu können
  • die vorhandene Strecke von ca. 6qm aufnehmen.

Do, der Entschluss ist gefasst, die Bestellung der Grundplatte getätigt. Entschieden haben wir uns für drei Birkenholz MDF-Platten (zwecks Stabilität) mit jeweils 1m x 2m. Die Platten verstärken wir mit einer Unterkonstruktion aus Dachlatten. Die Beine tragen jeweils 100kg, wobei wir die klappbare Variante gewählt haben. So haben wir die Möglichkeit, die Beine bequem ein und auszuklappen, wenn die Platte transportiert werden muss.
Damit später die Züge nicht so laut "rauschen", haben wir uns Korkbahnen für die Oberseite der Platten bestellt und haben diese mittels Weißleim aufgeklebt:

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